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“Hashimoto-Thyreoditis”

Heute waren wir leider gezwungen, unsere Zuchtpläne mit Fine zu begraben.

Nachdem Fine im Juli schon völlig unerwartet durch die BHP und erneut im September durch den Wesenstest gerauscht war, hatten wir auf Rat von Bianca hin beschlossen,  noch einmal eingehend prüfen zu lassen, ob sich für ihre Nervosität, leichte Erregbarkeit, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und Ängstlichkeit in manchen Situationen körperliche Ursachen finden ließen.

Wir nahmen daher zu Dr. Ursula Breuer Kontakt auf, die uns riet, zunächst einmal die Schilddrüse in den Blick zu nehmen.
Zwar hatten wir auf Anraten von Birgit Balogh die Schilddrüsen-Werte von unserer Tierärztin bereits einmal prüfen lassen, Frau Dr. Breuer aber brauchte Werte, die ein normales Schildrüsenprofil nicht auswarf.
Deshalb wurde nunmehr ein sog. Profil erstellt, welches ca. 500 gefühlte Werte enthielt (auch Leber, Niere, Pankreas, geriartisches Profil, Muskel, Blutbild usw.) und eben auch die, auf die Dr. Breuer angewiesen war.
Dieser Laborbefund lag nunmehr vor und nachdem wir diesen an Dr. Breuer geschickt hatten, war für heute ein persönlicher Termin vereinbart, um die Werte zu besprechen und Dr. Breuer Fine vorzustellen.

Das Ergebnis war einigermaßen niederschmetternd:
Dr. Breuer stellte die Diagnose “Autoimmune Thyreoditis” (oder auch “Hashimoto-Thyreoditis”) – dies sei für sie eindeutig klar nach Fine`s Verhalten und den relevanten Werten.

Diese Krankheit steht für eine “Subklinische Unterfunktion” der Schilddrüse und geht einher mit genau den Symptomen, die Fine in der Vergangenheit gezeigt hat.

Da sie nach den Worten von Dr. Breuer in höchstem Maße vererblich ist, scheidet ein schnelles Wiederholen des Wesenstestes zur Erlangung der Zuchtzulassung natürlich aus – das Risiko, Welpen in die Welt zu setzen, die evtl. dann dieselben Probleme haben wie Fine, scheint uns unverantwortbar, auch im Hinblick darauf, dass man den Käufern dieser Welpen sehenden Auges einen mit hoher Wahrscheinlichkeit kranken Welpen übergibt.

So bitter die Tatsache ist, dass Fine für die Zucht ausscheidet – wir haben nun die Chance, Fine (und uns selbst) durch die Behandlung mit dem Medikament Forthyron und wahrscheinlich eine damit kombinierte Verhaltenstherapie mehr Lebensqualität zu verschaffen.

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